Informationsveranstaltung "Sun-Area"
Aus Grüne Kreis Gütersloh
Zahlreiche Handwerker, aber auch Mitarbeiter der Stadtwerke und Stadtverwaltung waren der Einladung der Gütersloher Grünen gefolgt. Zusammen mit interessierten Bürgern informierten sie sich am Dienstagabend in der Stadthalle über SUN-AREA, das innovative Verfahren zur Fernabschätzung inwieweit Dachflächen zur Solarstromerzeugung geeignet sind. Einhelliges Urteil des Handwerks: SUN-AREA sollte in Gütersloh eingesetzt werden.
Ingenieurin Dorothea Ludwig von der Osnabrücker Fachhochschule stellte das Verfahren vor und erläuterte die großen Vorteile von SUN-AREA, das auf Basis von bereits vorhandenen Laserscandaten die Dachlandschaft einer gesamten Stadt analysiert. Die anwesenden Handwerker waren rasch überzeugt. Jasmin Allouch, Sprecherin des Grünen Ortsverbands und Moderatorin der Veranstaltung: „Die Umsetzung von SUN-AREA in Osnabrück zeigt auf, wie auch Gütersloh davon profitieren kann. Mit jeder installierten Solarstromanlage reduziert sich nicht nur der CO2-Ausstoss, auch das Handwerk vor Ort bekommt neue Aufträge.“
Dies belegen die Zahlen aus Osnabrück eindrucksvoll, wo allein die ersten 61 Solarstromanlagen, die aufgrund von SUN-AREA installiert werden, ein Investitionsvolumen von 12 Mio. Euro darstellen.
„Wir wollen eine große Chance für die Umwelt, die Bürger und das Handwerk nutzen und SUN-AREA nach Gütersloh holen. Deshalb beantragen die Grünen jetzt im Stadtrat, dass die Stadt Mittel zur Realisierung von SUN-AREA bereitstellt“, erläutert Wibke Brems, Bürgermeisterkandidatin der Grünen und Podiumsteilnehmerin der Diskussion, das weitere Vorgehen. Die Stadt solle nach Sponsoren und Unterstützern suchen. Die Aufarbeitung der Daten, die dann für jedes einzelne Haus im Internet abrufbar sind, kostet etwa 30.000 bis 35.000 Euro für das Gütersloher Stadtgebiet. Brems: „Wenn man den Nutzen für die Umwelt und das Handwerk dem entgegenstellt, ist diese einmalige Investition gering.“
Referentin Wibke Brems, Moderatorin Jasmin Allouch, Referentin Dorothea Ludwig (v.l)


