Diskussionsveranstaltung "Frauen und Wirtschaft"

Aus Grüne Kreis Gütersloh

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"Wie viel Frau verträgt die Wirtschaft?"

Unter dieser Fragestellung veranstaltete der Ortsverband Gütersloh von Bündnis 90/Die Grünen im Hotel Appelbaum eine Podiumsdiskussion mit Expertinnen aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft.

Unter der Moderation von Wibke Brems, Sprecherin des Ortsverbandes Gütersloh Bündnis 90/Die Grünen, erläuterten die Podiumsteilnehmerinnen die Chancen und Barrieren von Frauen im Berufsleben. Adelheid Blecke, Geschäftsführerin der Steuer Agentur für Kommunikation KG, betonte, dass die Wirtschaft die Frauen in Zukunft brauchen werde. Aufgrund des Demographischen Wandels, des Fachkräftemangels aber besonders auf Grund ihrer speziellen Fähigkeiten. Sie forderte die Frauen auf, offensiver aufzutreten und sich die eigenen Stärken bewusst zumachen. Prof. Dr.-Ing. Eva Schwenzfeier-Hellkamp, Professorin für Elektrotechnik an der FH Bielefeld, meinte, dass Frauen auch lernen müssen sich durchzusetzen und Dinge einzufordern. Geschehe dies, sei angenehmes und erfolgreiches Arbeiten in Teams mit Männer und Frauen möglich. Sie berichtete von ihren beruflichen Erfahrung in Skandinavien, wo in Führungspositionen mit Geschlechterverhältnissen von 50 zu 50 erfolgreich gearbeitet wird. Mehrmals wendeten die Expertinnen den Blick nach Skandinavien, wo besonders die Gesellschaftliche Akzeptanz von Frauen in Führungspositionen und Berufstätigen Müttern größer ist. Britta Haßelmann, MdB (Bündnis 90/Die Grünen), beleuchtete, welchen Einfluss die Politik auf die Wirtschaft haben kann, um die Gleichstellung der Frau voranzutreiben. Da Frauen beim Berufseinstieg recht gute Chancen hätten, ab 30 Jahren aber bei vielen der Knick komme und die Karriere stagniere, seien Maßnahmen wichtig, so Britta Haßelmann. Ob Frauenquoten oder die Schaffung von Betreuungsplätzen: Es gebe noch viel zu tun. Es entwickelte sich eine lebhafte Diskussion um den mangelhaften Erfolg von freiwilligen Verpflichtungen zur Förderung von Frauen in der Wirtschaft. Prof. Dr. Regina Harzer, Professorin für Rechtswissenschaften an der Uni Bielefeld, sprach sich für ein Anreizsystem aus. Hierbei sollen Unternehmen Vergünstigungen oder Prämien bekommen für das Erreichen einer bestimmten Frauenquote in der Führungsebene. Zudem prangerte sie an, dass das Recht auf Gleichbehandlung und gleiche Bezahlung für Frauen in Deutschland nicht einklagbar sei. „Das Rollenverständnis in der Gesellschaft und die mangelnde Akzeptanz von Frauen Führungspositionen müssen weiter verändert werden, auch wenn Bündnis 90/Die Grünen schon viel erreicht haben. Unsere Wirtschaft verträgt nicht nur viel mehr sondern benötigt auch mehr Frauen. Daran müssen wir alle auch in Gütersloh gemeinsam arbeiten“, fordert Wibke Brems als Bilanz des Abends.


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